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Tigerkralle wartete bis die Patrouille beinahe auf gleicher Höhe mit ihm war bevor er aus einem Büschel Farn hervortrat. Eschenbeere blieb abrupt stehen, ihr braun cremefarbenes Fell stellte sich auf ihrem Rücken auf. Hinter ihr kam die Patrouille stolpernd zum Stehen und starrte Tigerkralle allarmiert an.

Tigerkralle zuckte mit dem Schwanz. „Ich komme in Frieden“, grollte er. „Ich weiß über die Krankheit im SchattenClan Bescheid. Meine Freunde und ich werden für euch jagen, und wir verlangen im Gegenzug nur, dass euren ehemaligen Kameraden ihre fehlgeleitete Loyalität zu Braunstern vergeben sei. Sie wissen, dass sie falsch lagen und sie wollen es wieder gut machen.“

Eschenbeere blickte hinter ihn. „Ich kann sie hier aber nicht sehen.“

Tigerkralle beugte den Kopf. „Sie wissen nicht, dass ich mit euch spreche. Sie wären zu stolz um euch um Vergebung zu bitten, also tue ich das in ihrem Namen. Bitte, lasst uns euren Frischbeutehaufen auffüllen und uns Kräuter für Triefnase sammeln, zumindest bis ihr die Krankheit überwunden habt.“

Dämmerwolke trat vor, ihr hell roter Pelz glühte in der Dämmerung. „Wollen sie zurück ins Lager kommen?“ fragte sie.

Tigerkralle schüttelte den Kopf. „Nein, wir werden hier draußen bleiben, in dem Bau den wir für uns geschaffen haben. Ich verspreche, wir wollen nichts anderes als helfen.“

„Ich kann verstehen warum unsere ehemaligen Kameraden für uns jagen wollen“, miaute Kieselfang, ein grauer Kater der aussah als wäre er bereit den Ältesten beizutreten, wenn seine Beine ihn lang genug aufrecht erhielten um ins Lager zurück zu kehren. „Aber warum gerade du, Tigerkralle? Du warst niemals ein Freund des SchattenClans.“

Tigerkralle zuckte zusammen. „Ich bin keinem Clan feindlich gesinnt, jetzt, wo ich außerhalb der Grenzen lebe. Eure Clankammeraden haben mir vor nicht zu langer Zeit geholfen, und ich stehe in ihrer Schuld.“

Der alte Kater verengte die Augen zu schlitzen. „Ich weiß nicht was Nachtstern dazu sagen wird.“

„Er würde sagen ‚Stolz füllt den Frischbeutehaufen nicht auf! ‘“ erwiderte Dämmerwolke feurig. „Tigerkralle, dies ist ein großzügiges Angebot, und wir nehmen es an.“

„Aber du musst die Frischbeute nicht ins Lager bringen“, miaute Kieselfang. „Wir werden dich morgen zum Sonnenaufgang hier treffen und sie dir abnehmen.“

Tigerkralle nickte. „Natürlich, wie du wünschst. Kehrt sicher ins Lager zurück. Wir treffen euch morgen.“ Er wirbelte herum bevor die Katzen noch irgendetwas dagegen einwenden konnten und stürmte tiefer in den Farn hinein. Barmherzigkeit ist ein Zeichen großer Macht. Wenn die Sonne wieder aufging, würde der SchattenClan in seiner Schuld stehen.



Schwarzfuß und Filzklette waren erfreut zu hören, dass der SchattenClan sie für sich jagen lassen würde, aber Narbengesicht traute der Sache nicht.

„Was, wenn es eine Falle ist?“ murmelte er. „Sie sind vielleicht Krank, aber sie sind immer noch mehr als wir. Wenn wir erst einmal im Lager sind, kann alles Mögliche passieren.“

„Sie nehmen und die Beute an der Grenze ab.“ Miaute Tigerkralle. „Ich bringe keinen von uns in Gefahr um ihnen die Bäuche zu füllen.“

Zwischen den alten Eichenbäumen gab es viel Beute, auch wenn der Boden feuchter war als Tigerkralle es gewohnt war. Haken schaffte es ein Eichhörnchen mit nur einem Pfotenschlag aus einem Baum zu befördern, und Filzklette kam mit ein paar Fröschen zurück.

„SchattenClan Katzen mögen die“, miaute sie verteidigend als sie Tigerkralles vor Ekel verzogenes Gesicht sah.

Zur verabredeten Zeit kehrten sie zu dem Farnbüschel an der Grenze zurück. Tigerkralle war zufrieden mit ihrem Angebot. Genug um eine nennenswerte Ergänzung des Frischbeutehaufens eines Clans zu sein, aber nicht so viel das es aussah als ob das Jagen für den SchattenClan die einzige Sorge der Katzen wäre. Selbst nach zwei langen Jagden am Vortag, hatte Tigerkralle auf das Kampftraining bestanden als die Sonne unterging. Filzklettes starke Nackenmuskeln verliehen ihr einen kräftigen Biss und Tigerkralle hatte sie dazu ermuntert ihre Zähne am Stumpf eines alten Apfelbaumes, welcher das stärkste Holz hatte, zu schärfen. Haken hatte weniger bedenken sein Gewicht zu seinem Vorteil zu nutzen und Stummelschweif hatte einige Augenblicke gebraucht um sich von seinem kräftigen Schlag zu erholen.

„Ihr seid gekommen.“

Tigerkralle ignorierte den überraschten Unterton in Kieselfangs Stimme. „Ich halte meine Versprechen immer.“ Miaute er.

Kieselstein senkte den Kopf und schnüffelte an dem Haufen aus Beute. „Das wird unseren Frischbeutehaufen größer machen als er seit Tagen war“, kommentierte er.

Dämmerwolkes Blick war warm gegenüber ihren ehemaligen Kammeraden. „Wir danken euch. Ich werde sicherstellen das Nachtstern weiß was ihr getan habt. Hiernach wird keiner mehr einen Groll gegen euch hegen.“

„Gut“, miaute Tigerkralle. „und um sicher zu sein das Nachstern auch wirklich weiß wem er dies zu verdanken hat, werden wir euch helfen das hier ins Lager zu tragen.“

Kieselstein zuckte zusammen. „Du sagtest du würdest dich vom SchattenClan Territorium fern halten. Wir können nicht sagen wie der Clan reagieren wird.“

Tigerkralle schritt selbstbewusst über die Duft Linie. „Wie Dämmerwolke schon sagte, eure Clankammeraden werden nur Dankbarkeit für unsere Hilfe zeigen.“ Er schaute über die Schulter zu den Katzen die im Farn warteten. „Kommt schon, ihr alle.“ Die ehemaligen SchattenClan Katzen schlossen sich ihm zögernd an. Haken bildete den Schluss, seine Nase bebte als der Geruch des Clans über ihn hinweg fegte.

Tigerkralle hob das Eichhörnchen auf, welches das größte Beutestück war, und bedeutete den anderen mit dem Schwanz es ihm gleich zu tun. Kieselfang verengte die Augen aber sagte nichts. Dämmerwolke führte sie durch die Kiefern und berührte Stummelschweif mit der Schwanzspitze. Tigerkralle wusste, dass sie als Schüler gute Freunde gewesen waren und hatte beschlossen den braunen Kater sorgsam zu beobachten um sicher zu sein, dass seine Loyalität nicht zu leicht wieder seinen ehemaligen Clankammeraden galt.

Als sie das Brombeerdickicht erreichten in dem der SchattenClan sein Lager hatte, füllte eine Welle von Gestank Tigerkralles Mund und Nase. Das Eichhörnchen noch in seinem Maul, versuchte er ein würgen zu unterdrücken, und auf den allarmierten Gesichtern seiner Kammeraden konnte er denselben Ausdruck sehen. Kieselstein legte den Spatz den er trug ab und hielt außerhalb des Eingangs des Lagers an. „Keine Katze ist der Krankheit entkommen“, miaute er leise. „Wenn ihr nicht riskieren wollt infiziert zu werden, solltet ihr jetzt umkehren.“

Tigerkralle hob den Kopf. „Wir haben keine Angst davor Hilfe zu leisten“, beharrte er durch sein Maul voll Eichhörnchen. Neben ihm nickte Schwarzfuß, auch wenn Haken so aussah als wäre er lieber zurückgegangen.

Sie folgten Kieselstein durch ein Loch in den Brombeeren auf die Lichtung im Zentrum des Lagers. Tigerkralle entdeckte die Überbleibsel des Frischbeutehaufens in einer Ecke, der allerdings nur noch aus Knochen und Federn bestand, und ging darauf zu. Er platzierte das Eichhörnchen sorgfältig darauf und schaute sich um. Dutzende von Augen leuchteten ihn azs den Schatten an und die Luft war mit schockiertem Flüstern gefüllt.

Eschenbeere tauchte aus einem Bau auf. „Dämmerwolke hat uns erzählt, dass ihr für uns jagen wollt. Aber wir haben nicht erwartet das ihr die Beute persönlich her bringt.“

Filzklette lies ihre Frösche auf den Haufen fallen und trottete hinüber zu ihrer alten Kameradin. „Wir mussten einfach sehen wie es euch geht“, miaute sie. „Bitte schickt uns nicht weg.“

Hinter Tigerkralle war ein leises Rascheln zu hören und als er sich umdrehte sah er Triefnase, die kränkliche Heilerkatze des SchattenClans, der neben einem schwarzen Kater her stolperte der so dünn war, dass sein Fell aussah als würde es gleich von den Knochen fallen.

„Du musst ziemlich mutig sein wenn du hier her kommst“, krächzte Nachtstern.

Tigerkralle neigte den Kopf. „Deine ehemaligen Kammeraden hätten nicht einfach zusehen können wie ihr verhungert, und meine Loyalität liegt jetzt bei ihnen. Dies ist kein Mut, wir folgen nur dem Gesetz der Krieger.“

Dämmerwolke wandte sich an Nachtstern. „Schau, siehst du den Frischbeutehaufen?“ regte sie ihn sanft an. „Wir werden heute Nacht alle unsere Bäuche füllen können!“

„Wir können immer noch für uns selbst jagen“, knurrte eine Stimme von der anderen Seite der Lichtung. Hirschfuß trat vor, seine Augen glänzten, und Tigerkralle vermutete, dass dies das erste Anzeichen der Krankheit war. „Diese Katzen haben unseren Clan aus gutem Grund verlassen. Vielleicht sollten wir lieber zweimal nachdenken bevor wir sie willkommen heißen.“

Triefnase legte die Ohren an. „Diese Katzen wie du sie nennst, haben uns wahrscheinlich alle davor bewahrt zu Tode zu hungern“, miaute er. „Zeig ein wenig Respekt ihnen gegenüber, Hirschfuß.“

Narbengesicht schaute sich um. „Wo ist Hellpelz?“ fragte er. „Ich habe gehört, dass er jetzt zweiter Anführer ist.“

Eschenbeere trat zu ihm. Tigerkralle erinnerte sich das sie und Narbengesicht vor langer Zeit Gefährten gewesen waren, und Hellpelz eines ihrer Jungen war. „Er ist gestorben, Narbengesicht“, flüsterte sie und lehnte sich an seine Schulter. „Er war derjenige der die Krankheit mit ins Lager brachte als er eine infizierte Ratte fing.“

Narbengesicht schwankte und trat einen Schritt zurück. „Er ist gestorben?“ echote er. „Ich hätte hier sein sollen, Eschenbeere. Wenn ich diese Ratte an seiner Stelle gefangen hätte…“

Die Kätzin legte ihm den Schwanz über den Mund. „Pscht. Unser Sohn wandelt jetzt im SternenClan. Er wird wissen was du heute für uns getan hast.“

Tigerkralle legte seinen Kopf auf eine Seite. „Wer hat Hellpelz als Stellvertreter ersetzt?“ fragte er Nachtstern.

Der alte Anführer zuckte zusammen, als ob er im Stehen eingedöst gewesen wäre.

„Nachtstern war zu krank um einen neuen zweiten Anführer zu ernennen“, warf Triefnase ein. Er stellte sich ein wenig näher an den schwarzen Kater heran um ein wenig von seinem Gewicht stützen zu können. Tigerkralle dachte, dass er noch nie ein schwächeres, armseliger aussehendes paar Katzen gesehen hatte. „Ich erfülle im Moment die Pflichten eines Stellvertreters“, sprach die Heiler Katze weiter.

Tigerkralle konnte sich nicht vorstellen, dass dies viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Es gab nicht genug gesunde Katzen um regelmäßige Patrouillen zum Jagen oder überwachen der Grenzen auszusenden, wie er und die anderen von ihrer Grenze aus beobachtet hatten. Er fühlte einen Stich der Neugier in seinem Bauch. Ein kranker, alter Anführer, kein Stellvertreter, eine Heiler Katze die verrückt wurde in dem versuch die Krankheit zu besiegen die ihren Clan verwüstete… Der SchattenClan ging schneller unter als ein Stein im Fluss.

Nachtstern zuckte und stellte sich mehr aufrecht hin. „Tigerkralle, ihr seid willkommen zu bleiben und Frischbeute mit uns zu teilen“, miaute er förmlich. Er gestikulierte mit seinem Schweif. „Bitte bedient euch.“

Tigerkralle beugte den Kopf. „Nicht mal im Traum würden wir das tun“, miaute er. „Wir haben diese Beute für euch gefangen. Die Not des SchattenClans ist viel größer als unsere. Aber, wenn du es erlaubst, würden wir gern weiter für euch jagen, bis es deinen Clankammeraden besser geht und sie wieder zu Kräften gekommen sind.“

Nachstern ließ ein leises schnurren ertönen. „Du bist so gütig“, krächzte er. „Möge der SternenClan deinen Weg erleuchten, für immer.“

„Oh das wird er“, murmelte Tigerkralle als er sich umdrehte und seine Katzen mit einem Schnippen seines Schwanzes um sich versammelte. Narbengesicht löste sich wiederwillig von Eschenbeere und Stummelschweif warf Dämmerwolke einen sehnsüchtigen Blick zu, aber sie alle folgten ihm als er aus dem Lager hinaus in den Kiefernwald trabte.

„Ich werde euch zur Grenze führen“, bot Kieselfang an, aber Tigerkralle schüttelte den Kopf.

„Bleib hier und iss mit deinen Kammeraden“, drängte er ihn. „Wir kennen den Weg zurück.“

Hinter ihm flüsterten die Katzen schockiert darüber, dass sie ihren Clan so krank und schwach vorgefunden hatten. Haken fühlte mit ihnen mit, und schwor das er jedes Eichhörnchen im Wald fangen würde wenn nötig, um die Katzen wieder gesund zu machen. Tigerkralle hörte nur mit halbem Ohr zu. Es war ihm egal ob jede SchattenClan Katze krank wurde und Starb. Im Moment stand ein ganzer Clan in seiner Schuld, und das konnte nur zu seinen Gunsten sein.

Wenn Barmherzigkeit wirklich Macht bedeutet, dann war ich nie mächtiger als jetzt.



Am folgenden Tag ließ Tigerkralle die Anderen wieder auf die Jagd für den SchattenClan gehen, gab ihnen aber zu verstehen, dass sie nach Sonnenhoch mit dem Training beginnen würden. Als die Katzen geräuschvoll im Farn verschwunden waren, tiefer in die Wälder, machte sich Tigerkralle auf in Richtung Zweibeinerort. Die Erinnerung an Mowgli nagte an ihm. Der Einzelläufer hatte vielleicht den Schwanz eingezogen und war während des Kampfes mit dem DonnerClan geflohen, aber da war etwas an dem jungen braunen Kater gewesen, sein Eifer mehr über das Clanleben zu erfahren, sein Hunger nach Kämpfen, dass vermuten ließ das er immer noch nützlich sein konnte. Tigerkralle erinnerte sich wie er Mowgli das letzte Mal gesehen hatte, Ringend mit Feuerherz, seine Krallen nach dessen Kehle ausstreckend, bevor Farnpfote ihn aus der Balance gebracht und weg geschleift hatte. Tigerkralle wusste, dass er Mowgli nicht zu hart verurteilen konnte, nicht nachdem Feuerherz ihn in Blausterns Bau übertrumpft hatte. Dieser Zweibeinerort Streuner hatte Fähigkeiten die noch sehr nützlich sein konnten. Tigerkralle entschied, dass er ihm noch eine Chance geben würde. Aber wenn der braune Kater wieder versagen würde, würde er es mehr bereuen als alles andere in seinem Leben.

Er erreichte einen großen, hölzernen Zaun und quetschte sich durch eine Lücke in den Brettern. Sein Kopf drehte sich als die verwirrenden Eindrücke des Zweibeinerorts auf ihn herein brachen: Blumen in Farben die man im Wald selten sah, der kränklich süße Geruch des zu kurzen Grases, und, alles untermalend, der Gestank nach Monstern, die ihren faulen Atem über das Labyrinth aus Donnerwegen bliesen. Tigerkralle rannte durch einen Busch mit hellgrünen Blättern und sprang über eine niedrige Steinmauer. Auf jeder Seite führte ein schmaler schwarzer Weg zwischen den roten Steinen der Zweibeinernester entlang. Er hatte eine vage Erinnerung hier schon einmal gewesen zu sein. Wenn er diesen Weg gehen würde, er drehte sich und lief über den harten Stein, wobei er darauf achtete in den Schatten zu bleiben, würde er zu einem staubigen, offenen Platz kommen an dem sich die Streuner versammelten um in der Sonne zu baden. Vor ihm wurde es heller bis er seine Augen zusammenkneifen musste. Der geschützte Weg fand ein abruptes ende und Tigerkralle lugte auf den hellen, weißen Platz der sich vor ihm erstreckte. Mehrere flauschige Gestalten lagen auf der Seite und schnippten faul mit den Schwanzspitzen.

Ein Kopf hob sich in seiner Nähe. „Wir haben besuch“, miaute die silberne Kätzin ihren Kammeraden zu.

Ein fetter brauner Tigerkater schaute zu Tigerkralle hinüber. „Er stinkt.“

„So riechen Waldkatzen eben“, miaute die erste Katze. „Was machst du hier, Fremder? Hast du vergessen wie man Eichhörnchen fängt?“

Tigerkralle ignorierte sie. Eine Bewegung auf der anderen Seite des Platzes hatte seine Aufmerksamkeit geweckt. Er verengte die Augen und konnte einen gerade noch einen schwarzen Schatten mit gesprenkelter Schnauze ausmachen bevor er hinter einem Haufen steinen verschwand. Mit kribbelndem Pelz lief er am Rand des Platzes entlang. Die meisten Streuner schenkten ihm keine Beachtung, einer knurrte, dass er aufhören solle seinen Schatten auf ihn zu werfen. Tigerkralle erreichte den Ort an dem er die braune Katze hatte verschwinden sehen und schnüffelte an den zerbrochenen Steinen. Er kannte diesen Geruch…

„Mowgli?“ miaute er leise.

Er hörte ein rascheln in dem langen Gras hinter den Steinen. „Tigerkralle?“ kam ein allarmiertes flüstern zurück. Es entstand eine kurze Pause, dann glitt der braune Kater hinaus. Seine Augen waren riesig und sein Fell war gesträubt. „Hast…. Hast du nach mir gesucht?“

Tigerkralle blinzelte. „Ich will es nicht zur Gewohnheit werden lassen zum Zweibeinerort zu kommen“, knurrte er.

Mowgli kroch näher, sein Kopf soweit gesenkt das seine Schnauze den Boden berührte. „Es tut mir leid, Tigerkralle“, miaute er. „Ich weiß ich hätte mich nicht von dieser Katze verjagen lassen sollen. Ich weiß wie sehr du dir wünschst, dass der orangene Kater stirbt.“

„Fehler gehören der Vergangenheit an“, grollte Tigerkralle. Er wollte nicht das Mowgli dachte er wäre nicht enttäuscht von ihm. „Ich will wissen ob du sie wieder passieren lassen wirst."

Die braune Katze sah mit seinen grünen Augen zu ihm auf, hungrig nach Anerkennung. „Niemals!“ schwor er. „Ich würde meinen letzten Blutstropfen geben um an deiner Seite zu kämpfen!“

„Das werde ich im Moment nicht von dir verlangen“, miaute Tigerkralle. „Die Dinge haben sich geändert. Die anderen Katzen und ich leben jetzt in der Nähe des SchattenClans, aber ich will den DonnerClan immer noch eines Tages zerstören. Und den orangenen Kater töten“, er endete mit einem fauchen.

Mowgli stellte sich aufrecht hin, er war gerade mal so hoch wie Tigerkralles Schultern. „Lass mich zu Ende bringen was ich begonnen habe“, erklärte er. „Du wirst es nicht bereuen Tigerkralle.“

„Ich werde dafür sorgen, dass ich das nicht tun werde“, miaute Tigerkralle. „Komm, wir haben viel zu tun.“ Er drehte sich um und lief geradewegs über den offenen Platz. Bewusst wirbelte er dabei eine Wolke von Staub über den dösenden Streunern auf. Er hörte wie sie hinter ihm Husteten und spuckten, aber er und Mowgli hatten schon die Lücke zwischen den Zweibeinernestern erreicht bevor eine der Katzen ihren faulen Körper erheben konnte.

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